“Ich will die anderen bügeln.” Dieses Zitat ist von dem deutschen Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel überliefert. Vielleicht der breiten Öffentlichkeit noch nicht so bekannt wie Schumacher, Heidfeld & Co., war er aber der jüngste Gewinner eines Punktes in der F1-Geschichte. Das war bei seinem Debür im vergangenen Jahr in Indianapolis mit 19 Jahren. Mittlerweile ist er 20, hat den Rennstall von BMW-Sauber zu Toro-Rosso gewechselt und gehört nun auch zu einem anderen “Stall”
Er werde bei Rennen und Testfahrten so häufig wie möglich in einem Reisemobil schlafen. Das sagte der 20-Jährige bei der Übernahme seines neuen Luxusmobils, des Concorde Liner 990. Zwar hat Vettel noch nicht den Führerschein, um das 7,5-Tonnen-Mobil fahren zu können, doch die erforderliche Fahrerlaubnis wolle er so schnell wie möglich bekommen. Derzeit fehlt dem nach Expertenmeinung potenziellen WM-Sieger der Zukunft aber noch die Zeit, um die Fahrschulbank zu drücken. Deshalb wird ein Mitarbeiter von Vettels Toro-Rosso-Team den Concorde zu den europäischen Rennpisten bewegen. “Für mich ist der Liner eine perfekte Sache, denn so kann ich noch härter und noch länger zusammen mit meinen Ingenieuren direkt an der Strecke arbeiten”, meinte er. Außerdem könne er in einem Reisemobil besser relaxen als in einem Hotel und verfüge auch über mehr Luxus.
Für Vettel sind Reisemobile nichts Unbekanntes: “Ich bin quasi im Wohnmobil groß geworden, witzigerweise sogar in einem Concorde, mit dem meine Familie mit mir früher zu allen Rennen gereist ist.” Und er reiht sich ein in die Liste von Formel-1-Stars, die in ihrer aktiven Zeit ebenfalls den Luxus eines Concorde zu schätzen wussten. Dazu gehören Nigel Mansell und Ralf Schumacher. Da dürfte es doch nur eine Frage der Zeit sein, bis er auch auf den Rennstrecken der Welt in ihre Fußstapfen tritt.
Foto: Concorde