Mittwoch, 6. Februar 2008

Zusammen mit dem Caravaning-Industrieverband CIVD sucht Deutschlands Camping-Fachverband DCC nach Reisemobilisten, die durch die Einführung der Umweltzonen in ihrer Reisefreiheit beschränkt werden. Anfang des Jahres sind die ersten Umweltzonen in Deutschland in Kraft getreten, allerdings ohne eine Regelung für nicht nachrüstbare Reisemobile getroffen zu haben.

Zwar sei laut DCC geplant, für Anwohner eine Ausnahmeregelung gelten zu lassen, für alle anderen Reisemobilisten sei die Lage jedoch völlig unklar. So werden zwei betroffene Reisemobilisten gesucht, die ihren Fall vor Gericht bringen.Ziel ist es, mit zwei Präzedenzfällen rechtliche Klarheit zu schaffen. Man sollte sich zumindest auf die Grundforderungen verständigen, die von verschiedenen Campingverbänden im Sommer vergangenen Jahres beschlossen wurden. Diese sehen unter anderem vor, uneingeschränkte Reisefreiheit vom Wohnort zum Urlaubsziel und zurück gelten zu lassen.

Gefragt sind nun Reisemobile, für die keine Plakette erteilt wurde. Alle eingehenden Fälle werden zunächst gesammelt und juristisch geprüft. Unterlagen werden nicht zurückgeschickt. Daher sollten nur Kopien, beispielsweise der Ablehnung und des Fahrzeugscheins, sowie eine kurze Schilderung der Situation/Wohnlage an Deutscher Camping Club, Mandlstraße 28, 80802 München, geschickt werden.

Foto: DCC



Montag, 19. November 2007

Der Deutsche Städtetag sieht in einer Empfehlung zur Regelung der Fahrverbote in Umweltzonen eine Ausnahme für Anlieger mit nicht nachrüstbaren Fahrzeugen vor. Darüber informiert der Caravaning Industrie Verband Deutschland (CIVD) auf seiner Homepage. Damit erhielten auch die Halter von älteren, nicht nachrüstbaren Reisemobilen ohne Plakette freie Fahrt vom und zum Wohnort in der Umweltzone.

Der Städtetag übernimmt somit zum Teil die Position der Caravaningverbände, die in einer gemeinsamen Erklärung im August Ausnahmeregelungen für Reisemobile gefordert hatten. Eine generelle Ausnahme von den Fahrverboten in Umweltzonen sieht die Empfehlung jedoch nicht vor. „Diese Empfehlung ist ein wichtiger Schritt“, sagte dennoch CIVD-Geschäftsführer Hans-Karl Sternberg. Die Verantwortung für die Umsetzung der Verbote liege zwar bei den Kommunen, es sei aber davon auszugehen, dass die Empfehlung des Städtetages ein wichtiger Leifaden sei.

Sternberg sieht aber auch Probleme. Da es keine generelle Ausnahme für Reisemobile gebe, bleibe die Frage ungeklärt, wie es sich mit der Anfahrt zu Werkstätten oder auf Reisemobilstellplätze in Umweltzonen für Ortsfremde verhalte. „Hier bleibt nur auf die Umsicht der Kommunen zu vertrauen“, so Sternberg, „die letztlich von den Besuchen der Reisemobilisten profitieren.“

Foto: ADAC