Auch in schwierigeren Zeiten gibt es Wege in eine sichere und erfolgreiche Zukunft – Beispiele dafür liefert nicht zuletzt die Reisemobil-Branche. Denn hier hat man erkannt, dass Alternativen zu austauschbarer Massenware auch in einer sich verschlechternden Konjunkturlage erfolgreich sein können.
Darüber hinaus zeigt eine Premiere bei der Reisen Hamburg 2009 vom 4. bis 8. Februar, dass sich der Reisemobil-Bereich auch heute zur Gründung eines erfolgreichen Unternehmens durchaus eignet. Auf der größten Ausstellung für Tourismus und Caravaning im Norden werden die schönsten Reisemobile namhafter Marken präsentiert.
CustomBus ist der Name eines Unternehmens, das sich und seine Produkte zum ersten Mal überhaupt auf einer Messe vorstellt (Halle B5). “Mit der Gründung der Firma habe ich mich nach Abschluss meines Studiums im Jahr 2006 selbständig gemacht”, erklärt Inhaber Craig Kammeyer. Die Unternehmens-Idee: Der Ausbau von VW-Bussen der aktuellen Generation T5 – und zwar nach gänzlich individuellen Wünschen. Denn statt einer standardisierten Ausstattung wird den Interessenten ein Baukastenprinzip angeboten, das eine Innenraumgestaltung zulässt, die sich komplett nach den persönlichen Vorstellungen richtet.
Eine Idee, die beeindruckenden Erfolg hat: “Für uns ist die Situation auch im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld sehr gut, wir können ständig wachsende Auftragszahlen verzeichnen.” Selbst als Ende November negative Schlagzeilen die Nachrichten beherrschten, konnte Kammeyer noch einen Auftrag melden, der die Produktion bis zum März 2009 auslastet. Bei der Reisen Hamburg wird neben den ausgestatteten Reise-Mobilen CustomBus-Camper und -Multi auch ein neu entwickeltes Küchensystem vorgestellt, das sich – für die kleine Reise zwischendurch – in die serienmäßigen Bodenschienen eines Volkswagen T5 Multivan einsetzen lässt.
Dass die Reisemobil-Branche in vielen Bereichen unabhängig von der Gesamtlage ist, das beweist auch Reimers Reisemobil (Halle B6). “Wir sind von der Krise überhaupt nicht betroffen, es läuft fast besser als zuvor”, sagt Geschäftsführer Frank Reimers. Die Marktlücke, die man hier ausfüllt, heißt Luxus – angeboten und gezeigt werden Fahrzeuge mit allen erdenklichen Extras. Gekauft werden solche Modelle mit Preisen zwischen 40 000 und 300 000 Euro aber nicht nur von Wohlhabenden. Es gibt laut Reimers viele Kunden, die lange Zeit dafür gespart haben – und das Geld nun lieber in ein Fahrzeug investieren, als den Wert von Geldanlagen womöglich schwinden zu sehen. Zu den vorgestellten Fahrzeugen des Anbieters wird unter anderem das neue Luxusmobil Phoenix-Liner 9000 SG gehören – das gut 200 000 Euro teure Reisemobil hat im Heck eine Garage für einen Smart-Kleinwagen, und es gibt auch ein hydraulisch hochfahrbares Bett.
Foto: Nico Maack/Reisen Hamburg